Vater und Sohn sterben bei Flugzeugabsturz
Gegen Sendeturm auf dem hessischen Vogelsberg geprallt
Schotten (AP)
Beim Absturz eines einmotorigen Sportflugzeugs sind am Samstagmorgen in Hessen der 47 Jahre alte Pilot und sein 17-jähriger Sohn verbrannt. Das Flugzeug der beiden Göppinger war gegen den Sendeturm der Telekom auf dem Hoherodskopf im Vogelsberg geprallt und in Flammen aufgegangen, wie Horst Bichl vom Polizeipräsidium Osthessen mitteilte. Es entstand ein Sachschaden von mindestens einer Million Mark. Die Maschine vom Typ Piper PA 28 war um 07.12 Uhr in Donzdorf bei Stuttgart mit Ziel Lüdenscheid gestartet und hatte gegen 08.25 Uhr den Vogelsberg erreicht.
Wegen tief hängender Wolken hatte der Flugzeugführer offenbar die Orientierung verloren. Die Piper raste gegen 08:30 Uhr genau zwischen zwei Betonplattformen in rund 80 Meter Höhe gegen den 140 Meter hohen Funkturm. Dabei durchbrach sie die Außenwand und blieb in einem technischen Betriebsraum der Telekom stecken, wo sie sofort Feuer fing und ausbrannte. Von den dort arbeitenden Technikern war zum Zeitpunkt des Unglücks niemand anwesend. Der Sendebetrieb wurde nach Angaben der Telekom nicht beeinträchtigt.
Nach Auswertung von meteorologischen Unterlagen geht die Polizei davon aus, dass die Maschine in eine so genannte Stau-Bewölkung hineinflog und in dieser tiefhängenden Wolkendecke über der Bergspitze der Turm nicht rechtzeitig gesehen wurde.
Die Lösch- und Bergungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Da erst vor kurzem die Türschlösser des Sendeturms ausgetauscht worden waren, mussten die Einsatzkräfte die Tür aufbrechen, um zu dem brennenden Flugzeugwrack vorzudringen. Zu Fuß stieg eine Löschmannschaft hinauf, weil der Aufzug aus Sicherheitsgründen gesperrt blieb. Aus den Flugzeugtrümmern bargen die Feuerwehrleute zunächst den toten Piloten. Fünf Stunden später fand die Kripo nach der Spurensicherung dann die Überreste seines Sohnes.
Rund 150 Mitarbeiter der örtlichen Feuerwehren, der Bergwacht und des Rettungsdienstes waren stundenlang auf dem 764 Meter hohen Berg im Einsatz. Für Montag wurde eine DNA-Analyse bei den Toten im Gerichtsmedizinischen Institut Gießen angeordnet. An diesem Tag soll auch eine Spezialfirma versuchen, mit Hilfe eines Großkranes den Motor des Flugzeuges als schwersten Teil zu bergen. Der Telekom-Betrieb ist nach Angaben von Telekom-Sprecher Ulrich Lissek auf dem Hoherodskopf nicht beeinträchtigt. Auch sei der Schaden am eigentlich Turm «relativ gering»
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Die Wettersituation aus Sicht der BAEHREN CAM von 8:00 und 9:00 |
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| Mo 9.Juli 2001 Die Schadensfeststellung fängt an, im Laufe der Woche können dann die Aufräumarbeiten und der Abtransport der Flugzeugteile beginnen |
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| Durch die Stahltür bohrt sich das Flugzeug fast bis zur Treppe.
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![]() Telekom Techniker bei der Schadensfeststellung |
![]() das Flugzeugwrack ist noch im inneren des Turmes. |
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